Zwischen Macht und Ohnmacht - Die Herforder Abtissinnen

Die Herforder Abtissinnen als politische Akteure

 

Vortrag am Donnerstag, 3. Juli 2025 um 19 Uhr

in der Aula der VHS, Münsterkirchplatz 1

 

Der Beitrag beleuchtet drei Äbtissinnen des Herforder Damenstifts, deren Regentschaften beispielhaft für die politischen Handlungsspielräume adliger Frauen in einer von dynastischen Loyalitäten und machtpolitischen Zwängen geprägten Zeiten stehen.

Elisabeth von der Pfalz, als Schützling des brandenburgischen Kurfürsten eingesetzt, agierte im Spannungsfeld zwischen selbstbestimmter Herrschaft und dynastischer Rücksichtnahme.

Ihre Nachfolgerin Charlotte Sophie von Kurland wählte den offenen Konflikt mit der kurbrandenburgischen Verwandtschaft - ein Weg, der sie ins Exil führte.

Johanna Charlotte von Brandenburg-Schwedt schließlich verzichtete auf zentrale Herrschaftsrechte - ein Akt, der das nahende Ende des Reichtsstifts Herford im 18. Jahrhunderrt einläutete.

Drei Regentschaften, die vom Ringen um politische Wirksamkeit unter dem Druck dynastischer ebenso wie politischer Erwartungen erzählen.

 

Referentin:

Frau PD Dr. Teresa Schröder-Stapper wurde 1982 in Winterberg / NRW geboren. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seit 2024 ist sie verantwortlich für den Bereich "Geschichte der frühen Neuzeit".an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.