Seid ihr schon einmal in einem Schwimmbad gewesen? Sicher. Heute ist es für uns einfach nicht nur im Sommer im Freibad, son dern auch im Winter im Hallenbad schwimmen zu gehen. Das Wasser ist dort immer schön warm. Wie war das eigentlich, bevor es diese Schwimmbäder gab?
Eines müsst ihr wissen, nur ganz wenige Kinder konnten früher schwimmen. Auch die meisten Erwachsenen trauten sich nicht ins tiefe Wasser. Baden und schwimmen gingen alle Menschen nur im Sommer, manchmal noch zum Herbstanfang, wenn es warm war. An unseren beiden Flüssen, der Werre und der Aa, gab es einige Badeanstalten.
Hier konnte man auch im flachen Wasser planschen. Am Ufer stand ein Bademeister, der aufpasste, dass niemand ins tiefe Wasser rutschte. Für die Nichtschwimmer wurde zum Fluss hin der Bereich mit Seilen und Brettern abgegrenzt. Wer mutig war, konnte von einem kleinen Sprungbrett ins Wasser hüpfen und wer schwimmen konnte, durfte auch bis auf die andere Seite schwimmen.
Da das Wasser nicht immer besonders sauber war und hier eben auch nur im Sommer gebadet werden konnte, wurde 1935 das Otto-Weddigen-Bad gebaut, dass die meisten Herforder nur kurz das Otto nannten. Es war damals das einzige Freibad in der Stadt und hatte sogar einen 10 Meter hohen Sprungturm.
Um auch im Winter schwimmen zu können, wurde zusätzlich vor über 50 Jahren in den Werregärten das erste Hallenbad gebaut. Eure Großeltern und Eltern können sich vielleicht noch daran erinnern. Nachdem dieses Hallenbad langsam alt wurde, baute man da, wo sich das Otto befand, das H2O, das 1997 eröffnet wurde. Das schöne Hallenbad gehört heute zu den beliebtesten Freizeitbädern in ganz Deutschland.