"um das Stadtbild verdient gemacht"30. Oktober 2026, Verleihung der Pöppelmann-Medaillen 2026
Die Pöppelmann-Medaille wird Herrn Heiner Wemhöner für den hervorragenden Neubau des Schaudepots und Kunstlagers an der Lockhauser Straße 145 a & b in Herford, verliehen.
Das Schaudepot vereint Ausstellung, Lagerung und Verwaltung der privaten Kunstsammlung von Heiner Wemhöner unter einem Dach.
Neben einem großzügigen Ausstellungsraum umfasst das Raumprogramm ein Kunstlager zur fachgerechten Aufbewahrung der Exponate. Der Ausstellungsraum bildet den öffentlich zugänglichen Bereich der Sammlung und ermöglicht es Besuchenden, die Kunstwerke im Rahmen von Ausstellungen und Veranstaltungen unmittelbar zu erleben. Der Gebäudekomplex gliedert sich in zwei kubische Baukörper, deren Maßstab sich sensibel aus der umgebenden Bebauung entwickelt. Im südlichen Gebäude befindet sich der Eingang zur Ausstellung, während das nördliche Gebäude das Kunstlager mit eigener Anlieferung aufnimmt. Ein überdachter Verbindungsgang mit schlanken Sichtbetonstützen fasst gemeinsam mit dem Baukörper den bestehenden Gewerbebau "In Vino" ein und bildet ein zusammenhängendes Ensemble aus Alt- und Neubauten.
Herr Heiner Wemhöner hat sich mit dem Schaudepot für die Herforder Stadtgesellschaft besonders verdient gemacht.
Die Pöppelmann-Medaille wird der Stadt Herford, vertreten durch die Bürgermeisterin Frau Anke Theisen, für die Errichtung des Archäologischen Fensters am Münster in Herford verliehen.
Schon während der vierjährigen archäologischen Grabungskampagne Ende der 1980er Jahre entstand der Wunsch, die Befunde vor Ort zum Ausgangspunkt einer musealen Präsentation der Stifts- und Stadtgeschichte zu machen. Es brauchte viele Anläufe und großer bürgerschaftlicher Hartnäckigkeit, das Projekt zu verwirklichen. Das Fenster in die Vergangenheit gibt dem lange sinnentleerten Ort seine Bedeutung zurück.
Der von Jörg Preckel (P/E/P-Architekten) wie ein Reliquienschrein konzipierte Baukörper folgt den mittelalterlichen Dimensionen. Der angedeutete Kreuzgang und das Gebäude II am Ostflügel der Münsterkirche verdeutlichen die engen Beziehungen des gesamten Ensembles.
Die Stadt Herford hat für die großzügige Förderung u.a. durch Bund und Land gesorgt und die Verantwortung als Bauträger und Betreiber übernommen.
Damit hat sie sich um das Stadtbild Herfords besonders verdient gemacht.
Präsentation der Preisträger 2026