für besonderes Engagement bei der Gestaltung und Bewahrung der Herforder Baukultur

Pöppelmann-Medaille

Seit Mitte der 1970er Jahre vergibt die „Bürgerinitiative zur Erhaltung des charakteristischen Stadtbildes“ in Herford und in ihrer Folge der „Herforder Verein für Heimatkunde e.V.“ und heutige „Verein für Herforder Geschichte e.V.“ alljährlich die Pöppelmann-Medaille für besonderes Engagement bei der Gestaltung und Bewahrung der Herforder Baukultur.

Der Namensgeber

Die Medaille ist benannt nach Matthäus Daniel Pöppelmann. Der Baumeister des Barock und Rokoko wurde 1662 in eine Herforder Kaufmannsfamilie hineingeboren. Seinen Lebensunterhalt verdiente er mit dem Bau von Bürgerhäusern. 1710 schickte ihn der Kurfürst auf eine Bildungsreise nach Wien, Rom und Neapel, 1715 nach Paris. 1726 wurde er zum Oberlandbaumeister ernannt. Sein berühmtestes Werk ist der Zwinger in Dresden. Die Medaille zeigt Pöppelmann mit barockem Lockenkopf.

Pöppelmann-Medaillen 2026

"um das Stadtbild verdient gemacht"

30. Oktober 2026, Verleihung der Pöppelmann-Medaillen 2026

Die Pöppelmann-Medaille wird Herrn Heiner Wemhöner für den hervorragenden Neubau des Schaudepots und Kunstlagers an der Lockhauser Straße 145 a & b in Herford, verliehen.

Das Schaudepot vereint Ausstellung, Lagerung und Verwaltung der privaten Kunstsammlung von Heiner Wemhöner unter einem Dach.
Neben einem großzügigen Ausstellungsraum umfasst das Raumprogramm ein Kunstlager zur fachgerechten Aufbewahrung der Exponate. Der Ausstellungsraum bildet den öffentlich zugänglichen Bereich der Sammlung und ermöglicht es Besuchenden, die Kunstwerke im Rahmen von Ausstellungen und Veranstaltungen unmittelbar zu erleben. Der Gebäudekomplex gliedert sich in zwei kubische Baukörper, deren Maßstab sich sensibel aus der umgebenden Bebauung entwickelt. Im südlichen Gebäude befindet sich der Eingang zur Ausstellung, während das nördliche Gebäude das Kunstlager mit eigener Anlieferung aufnimmt. Ein überdachter Verbindungsgang mit schlanken Sichtbetonstützen fasst gemeinsam mit dem Baukörper den bestehenden Gewerbebau "In Vino" ein und bildet ein zusammenhängendes Ensemble aus Alt- und Neubauten.
Herr Heiner Wemhöner hat sich mit dem Schaudepot für die Herforder Stadtgesellschaft besonders verdient gemacht.

 

Die Pöppelmann-Medaille wird der Stadt Herford, vertreten durch die Bürgermeisterin Frau Anke Theisen, für die Errichtung des Archäologischen Fensters am Münster in Herford verliehen.

Schon während der vierjährigen archäologischen Grabungskampagne Ende der 1980er Jahre entstand der Wunsch, die Befunde vor Ort zum Ausgangspunkt einer musealen Präsentation der Stifts- und Stadtgeschichte zu machen. Es brauchte viele Anläufe und großer bürgerschaftlicher Hartnäckigkeit, das Projekt zu verwirklichen. Das Fenster in die Vergangenheit gibt dem lange sinnentleerten Ort seine Bedeutung zurück.
Der von Jörg Preckel (P/E/P-Architekten) wie ein Reliquienschrein konzipierte Baukörper folgt den mittelalterlichen Dimensionen. Der angedeutete Kreuzgang und das Gebäude II am Ostflügel der Münsterkirche verdeutlichen die engen Beziehungen des gesamten Ensembles.
Die Stadt Herford hat für die großzügige Förderung u.a. durch Bund und Land gesorgt und die Verantwortung als Bauträger und Betreiber übernommen.
Damit hat sie sich um das Stadtbild Herfords besonders verdient gemacht.

 

Präsentation der Preisträger 2026

Pöppelmann-Medaillen 2025

"um das Stadtbild verdient gemacht"

19. Oktober 2025, Verleihung der Pöppelmann-Medaillen 2025

Die Pöppelmann-Medaille wird Frau Jutta und Herrn Hermann Huss für die Restaurierung der Villa Elsbach, Wilhelmsplatz 5 in Herford, verliehen.

Jutta und Hermann Huss haben sich dem geschichtsträchtigen Gebäude angenommen und es unter Beachtung der alten Strukturen mit großem Aufwand und modernster Technik liebevoll wieder hergestellt. Die Villa schmückt nun wie früher den Wilhelmsplatz. Frau und Herr Huss haben sich um das Stadtbild Herfords verdient gemacht

 

 

Die Pöppelmann-Medaille wird Frau Dr. Kerstin und Herrn Eckard Hofmeister für die umfassende Sanierung der Gaststätte Föge, Alter Markt 4 in Herford, verliehen.

Durch die gelungene Verbindung von historischer Tradition und zeitgemäßen Ansprüchen leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Bewahrung dieses Denkmals, sowie des Herforder Stadtbildes und zur Stärkung des gesellschaftlichen Miteinanders.
Für ihren besonderen Beitrag zur Erhaltung des Stadtbildes und zur Pflege der Herforder Tradition danken wir ihnen und würdigen ihre Leistung mit hoher Anerkennung.

 

Präsentation der Preisträger 2025