
Die Rückkehr der starken Frauen
ein Frauenstift erwacht - hier wurde “große Geschichte” geschrieben
Das Projekt
Das Archäologische Fenster am Münster (AFaM):
- ist ein neuer Zugang zu den Anfängen Herfords
- macht die baulichen Umrisse des karolingisch-ottonischen Frauenstifts, der ersten geistlichen Stiftung in Westfalen/Sachsen, erlebbar
- führt auf anschauliche Weise ein in die faszinierende und rätselhafte Welt des europäischen Mittelalters
- lädt ein zur Beschäftigung mit der lange Zeit übersehenen Bedeutung von Frauen in der mittelalterlichen Geschichte
- setzt mit seiner markanten Architektur einen neuen städtebaulichen Akzent in Herfords historischer Mitte
- informiert über Methoden und Möglichkeiten der modernen Archäologie
- ist mit seinem barrierefreien Zugang und seiner zeitgemäßen medialen Inszenierung bei freiem Eintritt ein neuer Erlebnisort in der Herforder Innenstadt
Rückblick auf das große Familienfest am Eröffnungswochenende des Archäologischen Fensters am Münster.
Die Gestaltung
Das Archäologische Fenster öffnet den Blick auf die in den archäologischen Forschungen 1988 - 1990 wieder aufgefundenen baulichen Überreste eines Frauenstifts, das die Keimzelle der Stadt Herford war und in dem deutsche und europäische Geschichte geschrieben wurde.
Fotos: Lars Oliver Gehring
Ein bürgerschaftliches Projekt
Das Archäologische Fenster am Münster ist ein bürgerschaftliches Projekt, das durch eine großzügige Spende und das Vermächtnis des Herforders Dieter Ernstmeier sowie die Unterstützung vieler Herforderinnen und Herforder möglich wurde.
Realisiert wird es auf der Grundlage eines Konzepts von Prof. Dr. Matthias Wemhoff und Entwürfen des Architekturbüros Pfeiffer, Ellermann, Preckel in Zusammenarbeit von Stadt, ev. Kirchengemeinde, Verein für Herforder Geschichte und Dieter-Ernstmeier-Stiftung.
Ein Zuschuss des Bundes in Millionenhöhe unterstreicht die überregionale Bedeutung.
Auch das Land NRW, die Sparkassenstiftung Herford und zahlreiche private Spender leisten bedeutende Unterstützung.
Die Stadt Herford unterstützt das Projekt finanziell, realisiert es als Bauherr und übernimmt - im Zusammenwirken mit dem Geschichtsverein - den Betrieb.
Die historische Bedeutung des Ortes
Das um 800n.Chr. von dem weitgereisten sächsischen Adligen Waltger gegründete Familienstift wird 823 von Kaiser Ludwig dem Frommen gemeinsam mit dem neugegründeten Kloster Corvey unter kaiserlichen Schutz genommen.
Das spätere Reichsstift wird mit riesigen Gütern und Privilegien ausgestattet und Vorbild für zahlreiche Frauenstifte in Sachsen.
Das von Frauen regierte Reichsstift Herford prägt bis zu seiner Auflösung das erste Jahrtausend der Herforder Geschichte.







