Geschichte erleben

Das Archäologische Fenster am Münster - AFaM

Von der Ausgrabung zum Archäologischen Fenster

1988/90

Als 1988 bis 1990 die archäologischen Ausgrabungen am Münsterkirchplatz durch Matthias Wemhoff die vielen überraschenden Schätze ans Tageslicht brachten, entstand die Idee eines Museums an diesem Standort. Sofort unterstützte der damalige Heimatverein dieses Projekt.

1989/90

Nach dem großen Erfolg der Ausstellung „Archäologisches Herford“ während der Grabungskampagne erste Überlegungen zu einem Museum für Stifts- und Stadtgeschichte über dem Bodendenkmal

1991

Ein vom Verein für Heimatkunde präsentierter Architekturentwurf  findet keine Zustimmung im Rat. Dort hat ein „Gabriele-Münter-Museum“ Vorrang.

1997-99

Vorplanungen für eine stadtgeschichtliche Abteilung in einem „integrierten Museumszentrum“ für Kunst, Möbel- und Stadtgeschichte am „Haus des Möbels“.

2000

Auskopplung der Stadtgeschichte aus dem Museumsprojekt am Haus des Möbels (später Marta). (Auftrag an Matthias Wemhoff und Christoph Laue zur Konzeptentwicklung am Standort Münsterkirchplatz.) 

2001

Gründung des Vereins Museum am Münster e.V. als Träger eines Museums für Stifts- und Stadtgeschichte am historischen Ort. Mitbegründer ist der Mäzen Dieter Ernstmeier.

2001ff

Immer wieder Aktionen für ein Museum am Münster - Projektion möglicher Exponate an die Außenwand der Münsterkirche, Museumsentwürfe von Architekturstudent*innen der Uni Bochum, Ausstellungen „Museumsreif“, Scherben-Schätze usw.

2003

Vermächtnis von Dieter Ernstmeier an den Verein Museum am Münster, später mehrere Ausschüttungen der Dieter-Ernstmeier-Stiftung. Das Museum soll ohne städtische Mittel allein aus Stiftungen und Spenden realisiert werden.

2004

Verschmelzung des Fördervereins Museum am Münster mit dem Herforder Verein für Heimatkunde zum Verein für Herforder Geschichte. 

2005f

Positiver Grundsatzbeschluss des Rates, neues Nutzungskonzept, Machbarkeitsstudie, Festlegung von Teilschritten.

2008

Stopp der Planungen durch den Rat unter dem Eindruck der Marta-Debatten und ungeklärter Finanzierung.

2016

Prof. Dr. Matthias Wemhoff gewinnt den neuen Bürgermeister Tim Kähler für die Idee eines Archäologischen Fensters anstelle eines Museums.

Ende 2016

Der Bund bescheinigt dem Projekt überregionale Bedeutung und sagt eine Förderung in Millionenhöhe zu. 

2018

Der 1. Herforder Stiftstag ruft die Bedeutung des Reichsstifts Herford für die deutsche und europäische Geschichte in Erinnerung. Herforder Jugendliche spüren der europaweiten Vernetzung des Frauenstifts nach.  

2020

Ratsbeschluss zum Bau des AFaM und Übernahme der Bauträgerschaft durch die Stadt. Nach einem Architekturwettbewerb bekommt das Büro PEP, Münster den Zuschlag.

Der Beitrag des Herforder Geschichtsvereins zum Digitalen Tag des Offenen Denkmals im Jahr 2020:

2022

Beschluss des Stadtrats zur Übernahme erhöhter Baukosten. Vereinbarungen zum Betrieb des Archäologischen Fensters von Stadt, Geschichtsverein, Dieter-Ernstmeier-Stiftung und Kirchengemeinde, Beginn der Bauarbeiten. 

August-Dezember 2025

Eröffnung des Archäologischen Fensters am Münster