Einführung in die Ausstellung „Herford gehört(e) dem Führer?“ Die Nazifizierung des Alltags im Raum Herford 1933-1939

Liebe Mitglieder und Freundinnen und Freunde des Vereins für Herforder Geschichte,

 

hiermit möchten wir Sie im Namen des Vereins für Herforder Geschichte e.V. zu folgender Veranstaltung einladen:

 

am 21.05.2026 um 19.00 Uhr in der Gedenkstätte Zellentrakt (Zugang: auf der Freiheit, Rückseite des Rathauses)

zu einer Einführung in die Ausstellung: „Herford gehört(e) dem Führer?“ Die Nazifizierung des Alltags im Raum Herford 1933-1939,

mit Christoph Laue.

 

Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Der Eintritt frei, Spenden sind erwünscht.

Wie konnte es auch in Stadt und Kreis Herford dazu kommen, dass die Nationalsozialisten zwischen 1933 und 1939 die Mehrheit der Bevölkerung für ihre Ideologie gewannen? Die Ausstellung zeigt anhand von historischen Dokumenten, Fotografien, Zeitungsartikeln und Exponaten aus der Region, wie tief die nationalsozialistische Propaganda und Politik alle Lebensbereiche und Altersgruppen durchdrangen. In Herford, so wie im restlichen Deutschland traf die NS-Ideologie auf begeisterte Zustimmung bis hin zu stillem Mitlaufen.

Die Verfolgung von Minderheiten und politisch Andersdenkenden, die zunehmende Militarisierung und Kriegsvorbereitung lösten kaum offenen Widerspruch aus. Versuche des Widerstands wurden brutal unterdrückt oder blieben isoliert.

Die überarbeitete Fassung der ursprünglich 2013 - 2014 gezeigten Ausstellung lädt dazu ein, zu verstehen, welche gesellschaftlichen Mechanismen damals wirkten und mit welcher Aufmerksamkeit wir unsere Gegenwart betrachten müssen. Denn antidemokratische, populistische und rechtsradikale Positionen haben erneut Aufwind. Methoden wie Begriffsumdeutungen, die Ausnutzung realer Sorgen oder die Abwertung von Gegnern und Minderheiten begegnen uns wieder, sowohl im öffentlichen Raum als auch in den sozialen Medien. Geschichte wiederholt sich nicht, doch sie kann uns sensibilisieren. 

Recherche und Texte: Christoph Laue, Überarbeitung in Kooperation mit Nina Pape und Michael Girke, Gestaltung: Elke Brunegraf

Die Ausstellung konnte erstellt werden mit freundlicher Unterstützung von:
Landeszentrale für politische Bildung NRW
Stiftung der Sparkasse Herford
Kommunalarchiv Herford