Das Archäologische Fenster am Münster bietet ab Ende August einen neuen Zugang zur Herforder Geschichte. Im Spektrum gestalteter archäologischer Stätten in Deutschland wird es mit seiner markanten Architektur und seinen medialen Darstellungen eine Sonderstellung einnehmen.
Doch es gibt Vorbilder.
Eines davon ist die Kaiserpfalz Ingelheim am Rhein. Auch hier sind archäologische Funde und Befundeim Stadtbild in vielfältiger Weise sicht- und erlebbar gemacht worden.
Wie sich die Stadt-Archäologie in den letzten Jahren entwickelt hat und welche Erfahrungen die Ingelheimer gemacht haben, ist Thema dieses Vortragsabends.
Der Referent ist der Archäologe Holger Grewe, langjähriger Leiter der Forschungsstelle Kaiserpfalz und durch seine Publikationen einer der bekanntesten Mittelalter-Archäologen des
Landes. Sein Besuch in Herford ist in mehrfacher Weise geschichtsträchtig. Holger Grewe hat seine wissenschaftliche Karriere 1988-90 in Herford als Mitglied des Grabungsteams von Matthias Wemhoff begonnen. Und „seine“ Ingelheimer Kaiserpfalz ist der Ort, an dem der Sohn Karls des Großen, Ludwig der Fromme, Herford und Corvey zu Reichsstiften erhoben hat.
Man darf also auf seinen Vortrag besonders gespannt sein.
Der Einritt ist frei. Eine Spende wird erbeten.